Maastricht - Wie der Bassist der Heideroosjes in einem Fall von Kinderpornografie ins Spiel kam, will das Justizministerium jetzt nicht sagen. Die
Aktuelles Strafverfahren
Mord aufgeklärt dank des Einsatzes von Pseudo-Clients
MAASTRICHT - Die Polizei hat Pseudo-Kunden eingesetzt, um einen Durchbruch in den Ermittlungen zum Mord an Ger Douven in Puth zu erzwingen. Zwei Beamte ließen sich im Schönheitssalon eines der Verdächtigen, T.H. aus Schinveld, behandeln. Während der Behandlungen gab H. immer mehr entscheidende Informationen über den so genannten Stiefelmord. Mehrere Quellen bestätigten den Einsatz der Pseudo-Kunden. Die Zivilfahnder gewannen während der Behandlungen das Vertrauen von Tiny H. (48). Als man sich nach den Presseveröffentlichungen über die Mordfälle in Limburg einig wurde, deutete H. an, dass er mehr über den Mord an Douven wusste. Mit diesen Informationen war die Polizei schließlich in der Lage, den Fall zu lösen.
Die Leiche des damals 51-jährigen Douven wurde am 12. März 2013 im Kofferraum eines ausgebrannten Autos im Naturschutzgebiet Daniken bei Puth-Schinnen gefunden. Weitere Ermittlungen ergaben, dass drei weitere Verdächtige, Harold R., Rhonda K. und Marie-José P., bei dem Mord anwesend waren.
Douven war gerade auf Bewährung aus dem Gefängnis entlassen worden, wo er wegen Drogenhandels einsaß. Er schuldete seiner Ex-Freundin K. Geld und hatte sie deswegen kontaktiert. K. rief Douven an, um zu sagen, dass sie das Geld habe, aber Probleme mit ihrem Auto habe. Sie stand in den Wäldern in der Nähe des Awacscliegveld bei Schinveld. Douven musste einfach kommen und das Geld abholen.
In Wirklichkeit waren Rhonda, Marie-José und Harold gemeinsam zu diesem Wald gefahren. Die Motorhaube des Wagens war hochgeklappt, damit alles nach einer Autopanne aussah. Aber als ein zufälliger Passant helfen wollte, wurde die Haube schnell wieder heruntergelassen. Das nächste Auto, das ankam, war das von Douven. Der Berufssoldat Harold hatte sich im Gebüsch versteckt und feuerte auf Douven. Dieser versuchte noch zu fliehen, wurde aber von Scharfschütze R. tödlich in den Nacken getroffen. Douvens Leiche wurde dann in den Kofferraum eines Autos geworfen und anschließend in Brand gesetzt. Harold R. hat den Mord gestanden.
Nach den Aussagen einiger Verdächtiger hat R. 14.000 Euro für den Mord an DOuven erhalten. Rhonda K. und Tiny H. hatten ihn über Tiny's Sohn Roger H. angesprochen, den Mord zu begehen. Tiny H., Roger H. und seine Freundin Andrea van der K. erschienen gestern zum ersten Mal vor Gericht. Da noch nicht alle Ermittlungen abgeschlossen sind, wurde die Anhörung des Falles auf Oktober verschoben. Morgen werden die anderen drei Hauptverdächtigen vor Gericht erscheinen. Auch ihr Verfahren wird mit ziemlicher Sicherheit ausgesetzt werden.
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